Freitag, 9. September 2016

Zurück in der Zivilisation

Am letzten Tag auf unserer Trauminseln werden wir von der mega lauten Wasserpumpe geweckt und liegen dann noch in unseren Betten bis das Essenshorn erklingt. Heute gibt es Pancake mit Maisfladen. Nein, das passt eben nicht zusammen aber lecker war es irgendwie trotzdem. Heute war chillen auf unserer Insel angesagt und so begaben wir uns gleich an den Strand und veranstalteten das Phase 10 Battle des Jahres, aus dem ich natürlich als glorreiche Siegerin hervorging (#Salzindiewunde).
Denn Rest des Tages lagen wir einfach nur rum, gingen ab und zu ins Wasser oder sprangen vom Steg ins Wasser. Schliesslich gönnten wir uns noch jeweils eine Kokosnuss und aus Gründen mangelnder Aktivität fingen wir an einen Werbespot für Kokosnüsse aus Panama zu drehen. Wir müssen das Rohmaterial noch schneiden, aber dann bekommt ihr geballte Ladung Anne und Kathi flirten mit Kokosnüssen :D.
Zum Mittag essen waren auch wieder ein paar Leute da, unter anderem 3 Flugbegleiterinnen von Lufthansa, die sich bis zum Rückflug erstmal Karibikinseln gönnen. Alles bezahlt vom Spesenkonto der Lufthansa versteht sich. Es war echt interessant mal mehr über ihr Leben zu erfahren. Danach gönnten wir uns endlich mal eine lange Dusche um den Sand und das Salzwasser loszuwerden und dann wurden wir auch schon abgeholt.

Auf dem Rückweg hielten wir kurz an einer Guna Community und wurden herum geführt. Echt interessant wie sie dort leben und vorallem wie einfach. Es gibt sogar eine Schule und ein Krankenhaus aber die Bildung ist nur auf den Tourismus ausgelegt und das Krankenhaus hat kaum Kapazitäten irgendwelche schwerwiegenden Sachen zu behandeln. Überall spielten Kinder und es erinnerte sehr an einen Slum. Vorallem am Eingang türmte sich der Müll. Mein persönliches Highlight war dann noch die Toilette, die einfach im Meer endet und den Schriftzug "Scheisshaus" trägt. Welcher Deutscher da schon wieder am Werk war? 

Zurück nach Panama Stadt war die Jeepfahrt diesmal erträglicher was auch an unserem Sitznachbarn Mike lag mit dem wir eine Diskussion nach der anderen führten. In Lunas Castle (Hostel) brachten wir unsere Sachen ins Zimmer und lernten gleich mal Chip aus Virginia und Bo aus den Niederlanden kennen mit denen wir dann in die Hostel Bar gingen die Happy Hour ausnutzen. 50 ct für ein Bier ;)! Später stiess noch ein Freund von Bo dazu und nach einer Stärkung durch Lumpas (sowas wie Frühlingsrollen) gingen wir runter in den Club. Hier sassen wir noch ein paar weitere Bier zusammen beschlossen dann aber schlafen  zu gehen, da uns fast die Augen zu fielen.
Und auch wirklich; innerhalb von 1 Sekunde war ich weg, was vlt auch am Alkohol lag.





Donnerstag, 8. September 2016

I will never leave this place!

Auf so einer Karibikinsel zu schlafen ist ein Erlebnis für sich. Einerseits ist es wunderschön beim Rauschen des Meeres einzuschlafen aber genau so kann einen dieses wecken wenn es unruhig ist. So war ich schon wieder sehr früh vor allen anderen wach  und nutzte die Zeit um ein bisschen auf der Insel rumzulaufen. Die ist allerdings so klein, dass ich in nicht mal 10 min einmal rum bin. Ich schaffe es auch wirklich noch einmal einzuschlafen was aber zum Verhängnis wird, da nun keiner in unserer Viererhütte das Essenshorn fürs Frühstück hört. Schliesslich muss Addiel unser Guide kommen und uns wecken was bei Anne und mir auch gleich klappt nur Thomas und Martin schrecken erst nach dem 4. lauten "Guys" Schrei aus dem Schlaf hoch. Das Frühstück ist hier sehr einfach mit Rührei, Brot und Ananas, hat mir aber echt gut geschmeckt. (Ich glaube das lag an der Ananas) Auch jetzt wieder verquatschen wir uns total mit Carla und Ronja, die heute leider auf der Insel bleiben und nicht mit auf die Tagestour gehen. 

Die Tagestour geht heute wieder auf eine andere Insel, wo Anne und ich uns trotz des eher bewölkten Himmels an den Strand legten und Kokosnüsse schlürften. Später schlug ein Einheimischer uns diese noch auf und wir genossen eine der leckersten Kokosnüsse, die ich je gegessen habe. Auch heute gibt es wieder Barbecue und viel Rum und Tortilla Chips. Nach dem Essen brachen wir schon ziemlich bald auf, um auf die nächste Insel zu fahren, wo wir zu unserer Überraschung eine richtige Bar vorfanden, die ins Wasser gebaut war und wo sogar viele Tische einfach im Wasser standen. So konnte man mit einem Bier bis zur Hüfte in der Karibik sitzen um einen herum lauter Seesterne und das Leben geniessen. Für die Chiller gab es auch noch Hängematten, die halb ins Wasser hingen.
Von hier hatten wir noch die Chance mit dem Boot weiter zu einem Riff zu fahren, wo man super schnorcheln konnte. Und das war wirklich der Fall! So viele bunte Fische und Korallen und das alles direkt vor unserer Nase. Mit diesen hammer Eindrücken ging es dann wieder auf unsere Insel, wo wir uns von Ronja und Carla und auch Thomas und Martin verabschieden mussten. 

Danach legten wir uns wieder an den Strand und ich versuchte meinen immer noch schmerzenden Fuss zu heilen, da ich irgendetwas drin stecken hatte. Mit der Pinzette funktionierte das nur nicht sonderlich gut, weswegen ich eine der Guna Frauen um eine Nadel bat, diese mir dann aber gleich selber helfen wollte. Zunächst dachten alle es war ein Seeigel in den ich getreten bin, doch das versetzte mich in Panik; da die Gunas in solchen Fällen auf deinen Fuss pinkeln damit der Schmerz nachlässt. Es stellte sich aber heraus das es wohl nur kleine Steinchen oder Holzstücke waren, die sich etwas entzündet hatten.
Mit nachlassenden Schmerzen probierten wir nun eine Unterwasserkamera aus um coole Fotos von uns zu machen, die aber -so glauben wir- wohl alle nur aufgewühlten Sand bzw unsere zu Grimassen verzogenen Gesichter zeigen. Wir sind gespannt was wir zu sehen bekommen, sobald der Film entwickelt ist.
Gegen Abend zog ein Sturm auf; was auf so einer Insel etwas beunruhigend ist. Es schüttete wie verrückt und dauernd vielen Kokosnüsse und Palmwedel durch die Gegend. Wir hockten alle zusammen im Gemeinschaftsraum und aßen wieder Pommes mit Rind und Salat und unterhielten uns lange mit einem spanischen Paar und Vanessa der deutschen Freiwilligen, die hier für eine Zeit mitarbeitet. Auch heute suchten wir wieder nach leuchtendem Plankton aber diesmal sahen wir keinen. Schon ziemlich früh gingen wir schlafen, da wir beide dermaßen Sonnenbrand am Rücken haben, das wir uns kaum noch bewegen können. Zum Glück hatte der Sturm mittlerweile nachgelassen, so dass wir leicht einschlafen konnten.





Willkommen im Paradies

Wiedermal sehr früh aber diesmal in Panama. Ab 4 Uhr liege ich wach und warte bis es endlich 5 wird, um Anne zu wecken. Nach einer schnellen Dusche sitzen wir wartend in Eingangsbereich. Unser Transport sollte eigentlich um 5:10 da sein und uns mitnehmen. Um 6:15 war er dann endlich da. Während des Wartens lernten wir schon unsere erste Mitreisende kennen: Mali aus New York. Sie beschwerte sich schon jetzt über den Service was wir beide eher als typisch südamerikanisch kannten. In unserem Jeep stiessen noch 3 weitere dazu: Carlos aus Spanien und Martin und Thomas aus Paderborn. Der erste Halt war ein grosser Supermarkt wo wir unsere Wasservoräte auffüllen konnten und ausserdem noch Snacks und Alkohol für die Inseln kauften. Ab jetzt begann eine spannende und turbulente Fahrt durch die Staus von Panama Stadt bis zur Grenzkontrolle vor dem Guna Gebiet. Und hier wurde es noch schlimmer. Wir sassen leider im Kofferraum des Jeeps uns bekamen so jedes Schlagloch doppelt so stark ab. Es ging rauf und runter, scharf um die Kurve und das mit einer Geschwindigkeit von mindestens 100 (obwohl 50 angeschrieben war) Angekommen am Hafen stiegen wir gleich in ein Boot, das uns mit Umweg über eine Guna Comunity zu unserer Wohninsel brachte. Die Guna sind die Ureinwohner von Panama die auf den San Blas Inseln leben und dort auch immer noch ihrem traditionellen Lebensstil nachgehen. Mit auf unserer Wohninsel leben noch an die 15 Gunas, die sich durch unsere Anwesenheit Geld dazu verdienen. Hier wurden wir gleich in Hütten aufgeteilt und zu unserem Glück teilten wir unsere mit den beiden Jungs aus Paderborn. Wir hatten nicht lange Zeig um anzukommen, da es sofort weiter auf die nächste Insel ging. Hier assen wir auch zu Mittag und genossen die Karibik aus volle  Zügen. Barbecue, Rum, Sonne, Strand, Meer, was will man mehr? Wir versuchten auch unser Glück beim Schnorcheln, aber hier gab es leider nicht viel zu sehen. Es ging dann noch weiter zu einem natürlichen Schwimmbad bzw einfach einer Sanddüne mitten im Meer. Hier versuchten wir unser Glück beim Volleyball spielen, merkten aber schnell dass es sich im Sand und gleichzeitig Wasser nicht sehr gut rennen lässt. Es war trotzdem sehr lustig. Danach ging es wieder auf unsere Insel zurück, wo wir uns wieder mal an den Strand legten und später noch eine richtige Runde Volleyball spielten. Dabei trat ich leider in etwas, was höllisch weh tat. Nichts desto trotz spielten wir weiter bis wir keine Lust mehr hatten. Nun gab es auch schon Abendessen, von unseren Guna Freunden gekocht. Pommes mit Rind und Salat. Nach dem Essen sassen wir noch lange mit Thomas, Martin, Ronja, Carla und zwei Schweizer Mädels zusammen, tranken Wein und Rum und spielten Uno. Anne nutzte die Gelegenheit um sich ein traditionelles Guna Armband zu machen. Vorallem mit Ronja und Carla unterhielten wir uns lange und begaben uns dann noch auf die Suche nach leuchtendem Plankton. Den fanden wir auch und nutzen dieses Erfolgserlebnis um nun müde ins Bett zu fallen.

Los gehts!

4 Uhr morgens in Deutschland. Das ganze Land schläft und wird dies auch noch ein paar Stunden tun bis dann der Wecker für die Arbeit klingelt. Doch falsch, zwei verrückte Personen machen sich schon um diese Uhrzeit auf den Weg Richtung Frankfurter Flughafen um den Flug um 7:55 nach Madrid zu erwischen. Ist auch geglückt nur in Madrid musste ich mir dann Sorgen machen, ob ich meinen Anschluss-Flug bekomme, da eine Odysee zum richtigen Terminal began. Schliesslich fand ich heraus, dass man mit einem Zug dorthin fahren musste. Hat auch alles geklappt und nun sass ich am richtigen Gate und wartete auf den Check in, als ich plötzlich stutzte: Kannte ich dieses Mädchen da drüben nicht?
Ich ging auf die 3er Gruppe Mädels zu und fragte einfach mal nach, ob es stimmte, dass sie gleichzeitig mit mir mit AFS im Ausland war. Und so war es wirklich. Kathrin hatte ich damals bei einem Vorbereitungsseminar kennengelernt, sie dann aber, nachdem ich in Kolumbien und sie in Panama war, nicht mehr wieder gesehen. Es ging auch noch weiter mit witzigen Zufällen. Die drei Mädels hatten im gleichen Hostel gebucht und so verabredeten wir uns gleich für nach dem Flug, um zusammen ein Taxi zu nehmen. Der Flug selber war einfach nur schrecklich. Gefühlte 8 von den insgesamt 10h mussten wir angeschnallt sitzen bleiben, da es Turbulenzen gab. Bei der Landung "fielen" wir dann noch in ein Luftloch was den Magen zusätzlich umdrehte und nicht nur mich in Panik versetzte. Ich war mehr als froh und erleichtert, als wir endlich gelandet waren. 

In Panama begrüsste uns schwüle Luft und Hitze, was mir aber wieder das Gefühl von Heimat gab. Die Taxifahrt zum Hostel klappte auch super und schon allein die Strecke Richtung Stadt lohnt sich. Ein spektakulärer Ausblick! Im Hostel traf ich dann auf Anne und nach kurzem Ankommen organisierten wir gleich unseren weiteren Trip und beschlossen gleich am nächsten Tag auf die San Blas Inseln zu fahren. Bei der Organisationsfrau trafen wir natürlich gleich die nächste Deutsche, die uns alles super erklärte und durch die wir das perfekte Paket für uns fanden. Nun endlich konnte ich mich kurz aufs Ohr hauen, um nicht an Müdigkeit zu sterben. Abends gingen wir dann noch durch die Altstadt in der wir auch wohnten und aßen etwas. Zurück im Hostel packten wir noch um für die nächste 3 Tage auf den Inseln und verstauten die grossen Rucksäcke. Dann gings auch schon gleich schlafen weil wir einfach beide mega fertig waren und ausserdem am nächsten Tag um 5 abgeholt werden sollten. Zum Glück hatten wir Ventilatoren über jedem Bett ;).